Award-Watch

Das erste Viertel der Saison ist bereits herum und es ist daher an der Zeit, eine kurze Pause zu machen und einen Blick auf die Award-Anwärter zu werfen. Lasst mich eure Favoriten wissen.

MVP-Award:

10. James Harden, DeMarcus Cousins, Anthony Davis: Das Trio spielt eine individuell ordentliche Saison für ihre Verhältnisse, hat aber überall einen Makel. Zudem spielen ihre jeweiligen Teams deutlich unter den Erwartungen, was eben auch immer auf den Leader zurückfällt. Hardens Zahlen überzeugen, leider trifft er wirklich schlecht aus dem Feld und von der Dreierlinie. Cousins hat mal wieder mit sich selbst zu kämpfen. Auf der einen Seite setzen ihn immer wieder Wehwehchen außer Gefecht, zum anderen zofft er sich wieder mit allem und jedem. Anthony Davis lässt mal wieder kaum Wünsche offen, aber seine Statistiken sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig und sein Team ist das zweitschlechteste in der Western Conference.

9. Draymond Green: Die Warriors sind zu diesem Zeitpunkt noch immer ungeschlagen, Green trägt einen gewaltigen Anteil an dieser Leistung. Im letzten Jahr noch primär der Verteidigungsspezialist, ist Green nun sogar der beste Vorlagengeber des Teams. Seine Verteidigung ist weiterhin absolute Spitze und auch als Scorer und Dreierschütze leistet er seinen Beitrag.

8. Andre Drummond: Knapp 18 Punkte und 17 Rebounds pro Spiel reichen hier bereits, um Drummond in die MVP-Diskussion zu befördern. Allerdings spielen die Pistons eben auch wegen ihm guten Basketball, was zusätzlichen Aufschwung verleiht. Drummond selbst ist weiterhin kein Feingeist und lebt von seiner Athletik. Aber er macht Fortschritte und jedem sollte Angst und Bange werden, wenn er zu werfen lernt.

7. Kawhi Leonard: Die Spurs sind eines der wenigen Teams im Westen, die nicht enttäuschen. Das liegt zwar nicht nur an Leonard, aber seine Rolle darf nicht unterschätzt werden. Er ist Topscorer des Teams, legt sehr gute Quoten aus dem Feld und der Dreierlinie auf und ist wieder ein heißer Anwärter auf den Defensive Player of the Year Award.

6. Kevin Durant: Durant spielt eigentlich wieder mal eine geniale Saison. Warum aber ist er dann nur Sechster? Zum einen hat er einige Spiele verpasst, zum anderen sind die Thunder daher eher mäßig gestartet. Durant ist bei der Efficency und dem Scoring Dritter, seine Quoten sind mal wieder exzellent. Mit mehr Siegen und Spielen sollte Durant in dieser Liste also auch wieder weiter vorne liegen.

5. Blake Griffin: Auch die Clippers sind etwas langsam aus den Startlöchern gekommen. Die mittelmäßige Bilanz zieht auch Griffins Reputation nach unten. Der Power Forward selbst ist aber einer der Gründe, warum die Clippers überhaupt positiv dastehen. Griffin findet sich wieder in den Top 10 der Scorer und garniert das ganze noch mit 9 Rebounds und 5 Assists.

4. LeBron James: Der schwache Saisonstart vieler Favoritenteams zieht sich in diesem Ranking durch wie ein roter Faden. Die Cavaliers führen den Osten zwar an, aber auch nur mit einer Siegquoten von 67%. Klar, das hängt eher damit zusammen, dass sie Verletzungssorgen haben (z.B. fehlt Irving), aber mit wenig Siegen wird man halt nicht MVP. Zu James selbst muss man nichts mehr sagen. Er liefert das gewohnt runde Paket aus Punkten, Rebounds und Vorlagen. Das alles reicht zu Rang Vier in er Effizienz. Mit mehr Siegen könnte es für James noch weiter nach oben gehen.

3. Paul George: Die Pacers stehen mit einer positiven Bilanz da. Das allein ist schon eine Überraschung. Das liegt aber nicht am guten Teamplay oder sonstigem – einzig und allein ein exzellenter Paul George macht hier den Unterschied aus. Dritter Rang bei den Scorern, dazu noch über 8 Rebounds und 4 Assists. Zudem trifft er starke 45% seiner Dreier. Jedoch ist der Swingman nicht nur ein guter Scorer, sondern auch einer der besten Verteidiger der Liga.

2. Russell Westbrook: Russell Westbrook fängt diese Saison so an, wie er die letzte beendet hat – mit einem Durchschnitt, der nahe am Triple Double liegt. Der Point Guard liefert über 26 Punkte pro Spiel und ist mit knapp 10 Assists Zweiter in dieser Kategorie. Hinzu kommen über 7 Rebounds. Wären Curry und seine Warriors nicht, der MVP-Titel würde wohl an Westbrook gehen.

1. Steph Curry: Ungeschlagen, Topscorer der Liga, Mitglied im 50-40-90-Club. Was will man noch mehr sagen? Curry war letztes Jahr durchaus noch streitbarer MVP. Dieses Jahr ist das Rennen bisher eindeutig. Curry befindet sich im Olymp der absoluten NBA-Stars.

 

Rookie of the Year

3. Jahlil Okafor: Der Center der 76ers beweist, dass er zu Recht vor der Draft als Anwärter auf den ersten Pick galt. Der Pivot ist ein guter Postscorer, der noch an seiner Defense und dem Wurf arbeiten muss. Leider lassen sich seine guten Leistungen nicht in Siege ummünzen. Aber das ist in Philly ja eh eher sekundär.

2. Kristaps Porzingis: Der Knick ist eine der Überraschungen dieser Draft. Natürlich wurde er hoch gedraftet, galt aber eher als Langzeitprojekt. Seine Statur galt einfach als zu schmal, um sich als Power Forward durchzusetzen. Doch er straft schon jetzt alle Kritiker lügen und etabliert sich als Nowitzki-Klon. Porzingis ist ein guter Schütze und Rebounder, der auch gerne mal ein paar Würfe blockt. Mit etwas Arbeit könnte der Lette in 5 Jahren als der beste Spieler dieser Draft gelten.

1. Karl-Anthony Towns: Der junge Center der Timberwolves hat sich im Eiltempo als einer der besten jungen Big Man der Liga etabliert. Er überzeugt und Scorer und Rebounder und überragt schon jetzt als Shotblocker. Zudem ist ein sehr viel sicherer Werfer als zuerst angenommen. Mit etwas mehr Erfahrung könnte Towns durchaus aus Anthony Davis´ Spuren wandeln.

 

Defensive Player of the Year

3. Rudy Gobert: Der französische Center ist das Sicherheitsnetz der Utah Jazz. Bereits in der letzten Saison setzte seine Beförderung in die Starting Five ungeahnte Kräfte beim Team frei und auch dieses Jahr spielen die Jazz durchaus erfolgreichen Basketball. Der Fokus liegt weiterhin auf einer guten Defense und Gobert ist hier der eindeutige Chef. Knapp 11 Rebounds und 2,5 Blocks pro Spiel befördern ihn in den Favoritenkreis.

2. Kawhi Leonard: Statistisch ist Leonard bei weitem der unauffälligste Spieler im Kandidatenkreis. Klar, unter den Small Forwards ist er der beste Rebounder der Liga und auch bei den Steals ist er sehr effektiv. Aber bei den traditionellen Defense-Stats fällt er weniger auf. Die Stärke Leonards liegt eher in den subtilen Details. In der Defense am eigenen Mann, den er nie in Ruhe lässt. In der guten Helpside und der fast fehlerfreien Rotation. Im letzten Jahr reichten diese Attribute bereits zum Award, dieses Jahr gibt es aber stärkere Konkurrenz.

1. Hassan Whiteside: Der Center der Miami Heat ist so etwas wie die Ein-Mann-Defense der Heat. Im Kader finden sich durchweg durchschnittliche bis schlechte Verteidiger, doch Whiteside schmettert alle Fehler seiner Mitspieler einfach weg. 4,4 Blocks pro Spiel sind mit Abstand Bestwert der Liga, hinzu kommen knapp über 10 Rebounds pro Spiel. Nicht schlecht für jemanden, den vor einem Jahr noch keiner wollte.

 

Coach of the Year

1. Steve Kerr: Um es kurz zu machen: der Titel darf nur an den Übungsleiter der Warriors gehen. Es kann hier keinen zweiten Anwärter geben. Die Warriors sind nach wie vor ungeschlagen und dominieren die Liga total. Das taktische Konzept ist momentan konkurrenzlos in der Liga. Das Team spielt variabel jeden Stil des Gegners mit. Allerdings ist Kerr diese Saison noch nicht bei einem Spiel dabei gewesen, sondern wird auf Grund einer Erkrankung von Luke Walton vertreten. Es bleibt aber eben Kerrs System.

 

Most Improved Player

3. Ish Smith: Die Schwächephase der Pelicans war bisher die Chance von Smith, sich auszuzeichnen. Der designierte Starter Jrue Holiday schwächelt mal wieder und Smith nutzt sein Plus an Spielzeit zu knapp 11 Punkten und 7 Assists pro Spiel, die meisten davon von der Bank aus.

2. Will Barton: Der Swingman hat sich mit über 14 Punkten und 5 Rebounds als durchschnittlicher Spieler in der Liga etabliert, ein großer Schritt nach vorne als Garbage Time-Spieler. Barton trifft den Dreier sicher und profitiert wie Smith davon, dass sein Team dieses Jahr nicht wirklich gewinnen will oder kann. Die Nuggets sind eben im Wiederaufbau und Barton bewirbt sich so für einen dauerhaften Platz im Roster.

1. CJ McCollum: Die Blazers haben so ziemlich all ihre Starter verloren, ein riesiges Scoringloch klaffte hinter Damian Lillard, das es zu füllen galt. So recht war nicht klar, wer dieses füllen sollte. McCollum nahm sich dieser Rolle sehr gerne an. Mit 19 Punkten ist er nicht nur der sekundäre Scorer seines Teams, sondern auch sein zweiter Spielmacher. McCollum überzeugt auch als Distanzschütze. Nur Defensiv ist er durch seine Größe anfällig.

 

Mal was anderes

An dieser Stelle möchte ich euch gerne ein Film-Blog näherlegen. Ein guter Freund verfasst dort sehr regelmäßig ausführliche Filmkritiken, die über das übliche „Der Film ist gut, weil viel Action“-Blabla hinaus geht. Also jeder, der eine Liebe für das bewegte Bild und etwas Hintergrund hat, ist hier bestens aufgehoben.

Recap der ersten Wochen

Die ersten 15 Spiele der Saison sind bereits absolviert und nun wollen wir einen Blick auf diese Wochen werfen. Hierbei möchte ich die positiven Überraschungen genauso hervorheben wie die negativen. Sicherlich wird mir dabei die ein oder andere Sache durchrutschen, aber ihr könnt ja gerne in den Kommentaren mitdiskutieren, was euch bisher überrascht.

Was überrascht positiv?

  • Golden State bricht den Startrekord: Die Warriors stehen zum jetzigen Zeitpunkt bei 16-0 Siegen und brachen damit den Startrekord. Jetzt kann man natürlich sagen: „Klar, sie sind ja auch die Champs…“. Aber wer hätte wirklich gedacht, dass die Krieger weiter so unfassbar Gas geben würden? Steph Curry ist mit über 32 Punkten pro Spiel Topscorer der Liga und wieder heißer Anwärter auf den MVP-Award. Mit 114 Punkten pro Spiel liefert die beste Offense der Liga wieder etliche Highlights, das Plus-Minus- Rating ist mit fast 16 Punkten pro Spiel eindeutig das beste. Nur die Pacers treffen besser von der Dreierlinie, aus dem Feld sind die Warriors ebenfalls Spitze. Knapp 30 Assists illustrieren eindeutig, dass der Erfolg weiterhin ein Ergebnis des Teamplays ist. Auch defensiv läuft es bestens. Kein Team verteidigt den Dreier besser, bei den gegnerischen Wurfquoten steht man auf Rang 4.
  • Andre Drummond: Als der junge Center mit einigen 20/20-Spielen die Saison beginn, dachte sich noch niemand etwas dabei, schließlich ist der Musterathlet immer mal für solche Ausbrüche zu haben. Mittlerweile darf man seine Statistiken aber durchaus als festen Trend sehen, auch wenn sie etwas nachlassen. Auch nach 15 Spielen steht Drummond bei ca. 18 Punkten und Rebounds pro Spiel. Der Platz, den ihm die neuen Schützen in Detroit liefern, nutzt er mustergültig. Allein defensiv sammelt er knapp 12 Rebounds pro Spiel. Dank ihm sind die Pistons mitten im Playoff-Rennen (Rang 8 im Osten). Einzig die Freiwürfe bleiben ein Problem mit knapp über 43%. Schafft er es, seinem Spiel noch einen Wurf beizufügen, wird es nahezu unmöglich ihn zu stoppen.
  • Rajon Rondo: Was waren die Mavericks erleichtert, als Rondo letztes Jahr in Dallas unterschrieb. Die Erleichterung machte aber schnell Platz für Ernüchterung. Rondo hatte weder Lust auf den Coach zu hören noch zu werfen. Zum Saisonende belastete er das Klima in der Mannschaft so sehr, dass man froh war, wenn er gar nicht spielte. Folgerichtig kam es zur Trennung. In Sacramento nahm man ihn mit Kusshand auf, da der Mannschaft ein echter Leader fehlte. Zwar hatte man mit Cousins bereits genau eine solche Diva im Kader, aber das Management gab sich zuversichtlich. Und Rondo zahlt zurück, und wie! Fast 11 Assists pro Spiel (Rang 1 in der NBA), fast 13 Punkte bei 45% aus dem Feld und 34% von der Dreierlinie. Dazu wirkt er hinten deutlich motivierter. Einzig der Freiwurf bleibt eine Schande (36%). Die Kings haben aber aktuell noch gute Chancen auf die Playoffs.
  • Der Suns-Backcourt: Natürlich war vor der Saison bereits klar, dass die Hauptlast im Scoring auf den Schultern der beiden Guards liegen würde. Dennoch dachte niemand, dass Bledsoe (9. mit knapp 23 Punkten) und Knight (11. mit 22 Punkten) so weit vorne rangieren könnten. Es hilft den Suns zwar auch, dass sie die zweithöchste Pace der Liga gehen und somit die viertmeisten Punkte erzielen, aber das soll die Leistung der beiden Backcourt-Partner nicht schmälern. Beide treffen sehr ordentlich aus dem Feld (B: 46,8% und K: 44,4%), von der Dreierlinie (B: 39,7% und K: 41,4%) sowie der Freiwurflinie (B: 83% und K: 82,5%). Zudem liefern beide über 4 Rebounds und 6 Assists pro Partie ab. Sie halten die Suns aktuell fast alleine im Playoff-Rennen.
  • Nicolas Batum: Der Franzose war vor 3 Jahren noch der Hoffnungsträger der Trailblazers. Athletisch, sicher Wurf, gutes Auge für den Pass und selbst der Dreier saß. Dann stellte Batum jedoch das Werfen ein und mit weniger Würfen bekam er auch immer weniger Rhythmus, was in schlechten Quoten gipfelte. Da die Blazers dieses Jahr in den Rebuild schalteten, war es auch an der Zeit, sich von Batum zu trennen. In Charlotte freute man sich auf den Swingman, da er als Shooter dringend benötigt wurde. Batum lieferte vor seinem Arbeitsantritt in North Carolina eine starke EM und tankte dort Selbstbewusstsein. Aktuell liefert er knapp 17 Punkte pro Spiel bei fast 43% Dreierquote (dazu 43,4%FG und 90%FT). Weiterhin gut ist er in der Verteidigung und im Playmaking (4,5 Assists).
  • Dallas Mavericks: Die Mavs stehen bei 9-7 Siegen und befinden sich damit auf Rang 5 im Westen. Fast alle Statistiken befinden sich im Mittelfeld. Warum sind sie also eine der Überraschungen? Weil ich von den Mavs weniger erwartet hatte. Im starken Westen wirkten die Mavs so, als hätten sie vollends den Anschluss verloren, die Preseason war da nur ein weiterer Indikator. Doch besonders am Brett zeigten die Mavs bisher mehr als man zu träumen vermochte. Pachulia und Powell ackern an den Brettern und sammeln Rebounds ohne Ende, während Dirk nach der EM noch einmal einen Jungbrunnen gefunden haben muss. Er ist der sicherste Dreierschütze der Liga und liefert Punkte, so wie man es von ihm kaum noch erwarten durfte (17 Punkte bei über 50% aus dem Feld und der Dreierlinie). Spannend wird nun sein, ob die Mavs trotz ihres Alters in der Lage sind, ihre Form bis tief in die Saison zu konservieren.
  • Karl-Anthony Towns: Klar, Towns war der Top-Pick der Draft und von denen darf man schon Leistungen erwarten. Aber genau das war in den letzten Jahren alles andere als selbstverständlich. Der junge Big Man liefert aber seit Ligabeginn seine beste Anthony Davis-Impression. Mit knapp 15 Punkten pro Spiel und beinahe 10 Rebounds weiß er ebenso zu beeindrucken wie mit 2,3 Blocks pro Spiel. Dazu trifft er über 90% seiner Freiwürfe. Er ist der klare Anwärter auf den Rookie of the Year-Award. Mit ihm, Wiggins und LaVine sind die Wolves bestens für die Zukunft gerüstet.
  • Kristaps Porzingis: Was waren die Fans in New York sauer, als man Porzingis draftete…Noch ein Euro, den sie nicht kennen? Hat man denn nichts aus Galinari gelernt…Der junge Big Man verschwendete keine Zeit, um die Bedenken der Fans zu zerstreuen. 13 Punkte pro Spiel, garniert mit 9 Rebounds und knapp 2 Blocks lesen sich alles andere als schlecht. Bereits jetzt lässt sich gut erkennen, warum Porzingis als größtes Talent des Jahrgangs galt. Er liefert Dreier, Rebounds, Highlight-Dunks und Blocks. Er erinnert an eine Mischung aus Nowitzki und Pau Gasol, als diese in ihren frühen 20ern waren. Einzig die Quoten sind noch ausbaufähig (41%FG und 31% Dreier), aber das ist bei einem Rookie noch nicht weiter tragisch.
  • Ish Smith: Vor Saisonbeginn sah es für Smith nach einer weiteren Saison mit wenigen Minuten aus. Mittlerweile ist er aber Top-Vorlagengeber der Pelicans (8 Assists pro Spiel) und fester Bestandteil der engsten Rotation. Seine knapp 12 Punkte und 4 Rebounds sind da nur das Sahnehäubchen auf einer echten Überraschungssaison, die ihm zum ernsthaften Kandidaten für den MIP-Titel machen sollte. Somit ist er eine der wenigen Feel-Good-Stories in New Orleans diese Saison. Doch dazu gleich mehr…
Was überrascht negativ?
  • Kobe Bryant: Klar, in meiner Vorschau verwies ich bereits darauf, dass Bryant seinen Zenit weit überschritten hat und die Lakers generell Probleme bekommen würden, aber selbst in ihren Albträumen dürften die Lakers-Fans sich nicht solch eine Saison von Kobe ausgemalt haben. 15 Punkte bei 31% aus dem Feld und 19% von der Dreierlinie, dazu einen Effektivitätswert von 9,9? Ouch! Das ist wirklich bitter. Bryant muss dringend weniger werfen und irgendwie seinen Rhythmus finden (wie bereits vor der Saison von mir vorgeschlagen). Etwas tröstlich für Kobe könnte sein, dass an seiner Stelle hier auch Teammate Lou Williams stehen könnte. Der trifft nämlich ähnlich gut…
  • New Orleans Pelicans: Kampf um die Playoffs, Davis dominiert die Liga, Holiday und Gordon sind fit und kämpfen um ihren Ruf; was habe ich nicht alles erwartet von den Pelicans. Und dann dieser Start. Mit 4-11 Siegen liegt man im Westen auf dem zweiten Platz – von hinten. Was ist aber das Problem? Davis spielt doch wieder stark, auch wenn nicht so stark wie letztes Jahr. Auch Gordon spielt besser als zuletzt und mit Ish Smith hat man doch sogar eine der positiven Überraschungen der Saison. Naja, das wäre zum einen der Fakt, dass Holiday alles andere als fit wirkt. Zum anderen ist da die Defense, oder das, was man in New Orleans so bezeichnet. Über 109 gegnerische Punkte bedeuten den letzten Platz in der Liga. Die Gegner treffen mit 47% aus dem Feld und 41% von der Dreierlinie einfach viel zu sicher. Die Pelicans gehen ein recht hohes Tempo (Rang 7 in der Liga) und damit auch viel Risiko. Die Offensive funktioniert auch halbwegs. Vielleicht sollten die Pelicans daher lieber ihr Tempo runterschrauben um in der Defense etwas geordneter zu stehen, auch wenn man sich nach katastrophalem Start wieder etwas gefangen hat.
  • Houston Rockets: Wo soll man bei den Rockets anfangen? Als Meisterschaftsanwärter in die Saison gestartet, sind sie bisher völlig implodiert. Doch woran liegt es? Die Rockets sind wie gewohnt zügig in der Offense unterwegs (8. höchste Pace), treffen aber ihre Würfe nicht und machen daher zu wenige Punkte (nur Rang 20 in der Liga). Mit 41,5% aus dem Feld fehlen nur 0,3% zum letzten Tabellenplatz, 29,6% aus dem Dreierbereich reichen allerdings für die rote Laterne. Ohne Dwight Howard fehlt am Brett eine echte Option (auch wenn er da kein Monster ist), die Gegner gehen daher einfach hart auf die Außenschützen. Doch nicht nur vorne läuft es nicht rund. Auch hinten fehlt Howard merklich. Knapp 107 gegnerische Punkte sind der drittschlechteste Wert der Liga. James Harden ist ebenfalls noch in keinem Rhythmus, auch wenn er 29 Punkte pro Spiel liefert.
  • L.A. Clippers: Zwar sind die Clippers aktuell 8. im Westen, doch eine Bilanz von 7-8 dürfte kaum jemanden in Los Angeles erfreuen. In meiner Saisonvorschau habe ich die Clippers noch als absolute Favoriten um den Meistertitel eingeordnet, doch davon wirken sie momentan weit entfernt. Hinten läuft es alles andere als rund, was aber vielleicht noch die beruhigendste Tatsache ist angesichts der vielen Neuzugänge und der fehlenden Eingespieltheit. Dennoch muss Doc Rivers hier mit seiner Mannschaft am meisten arbeiten. Vorne läuft es weitestgehend ok, besonders Blake Griffin spielt eine monströse Saison. Hier darf man noch mehr erwarten von Paul Pierce, Lance Stephenson und Jamal Crawford. Das Trio ist alles andere als gut in die Saison gekommen.

Washington Wizards

Als letztes Team werfen wir einen Blick auf die Zauberer aus Washington. Die Wizards hatten eine durchaus erfolgreiche letzte Saison, daher wurde wenig verändert. Einzig Paul Pierce verließ das Team aus der engeren Rotation, was aber nicht weiter schlimm ist, da Otto Porter bereits bewies, dass er bereit für eine größere Rolle ist. Zudem hofft das Management, dass auch das Guard-Duo Bradley Beal/John Wall sich weiterentwickelt hat. Besonders von Beal erhofft man sich in Washington mehr Konstanz. Der Fokus soll dieses Jahr mehr auf Ballmovement gelegt werden nach dem Vorbild der Atlanta Hawks. Hier wird abzuwarten bleiben, ob das klappt, da die Big Men der Wizards nicht so vielseitig sind. Ein tiefer Playoff-Run ist aber allemal drin, selbst bis in die Conference Finals, wenn alles glatt läuft.

Backcourt:

Der Backcourt ist eindeutig das Sahnestück im Kader der Wizards. Point Guard John Wall zählt bereits jetzt zur absoluten Aufbau-Elite und ist zu Recht All Star. Er ist nicht nur einer der besten Vorlagengeber, sondern entwickelt sich immer mehr zum wichtigen Scorer. Der pfeilschnelle Guard hat seinen Wurf im Vergleich zu vorletzter Saison deutlich verbessert, auch wenn er weiterhin das Fokus seiner Bemühungen sein sollte. Wall ist eindeutig der Anführer der Truppe und unantastbar. An seiner Seite steht Bradley Beal. Bei dem junge Shooting Guard hoffen die Fans dieses Jahr auf den endgültigen Durchbruch. Er ist einer der besten Shooter der Liga, was sich aber nicht immer in seinen Quoten ausdrückt. Seine Wurfauswahl ist eben verbesserungswürdig. In der bisherigen Saison scheint es so, als hätte er das verstanden. Er befindet sich unter den zehn besten Punktelieferanten der Liga.

Auf der Bank finden sich mit Ramon Sessions, Alan Anderson und Martell Webster durchaus fähige Veteranen. Sessions ist einer der besten Playmaker der Liga, wenn es um Bankspieler geht. Der wendige Guard liefert viele Vorlagen und trifft sicher aus der Distanz. Webster und Anderson sind in erster Linie Scorer. Beide werfen gerne von außen, auch wenn die Quoten verbesserungswürdig sind.

Rating: 8/10

Frontcourt:

Nicht ganz so rosig sieht es im Frontcourt der Zauberer aus. Während auf den kleinen Positionen die jungen Stars stehen. findet sich in der Frontline eher die betagte Erfahrung. Ausnahme ist hier Otto Porter. Der Small Forward beerbt Paul Pierce als Starter, der es vorzog, seine Karriere in der Sonne L.A.´s ausklingen zu lassen. Im Gegensatz zu Pierce ist Porter kein Scorer, sondern eher das Fleisch gewordene Schweizer Taschenmesser. Der Allrounder liefert von allem etwas, ohne bei irgendwas wirklich herauszuragen. Hinter ihm findet sich mit Jared Dudley ein Veteran, der gut Dreier wirft und ordentlich verteidigt. Zudem wurde mit Kelly Oubre ein junges Talent gedraftet, das langsam an die Liga herangeführt werden soll.

Auf der Vier klafft das größte Loch im Kader. Ein Starter ist hier nicht klar zu erkennen. Der Job geht aber wohl an Kris Humphries, den besten Rebounder auf der Position unter allen Bewerbern. Offensiv lebt er von der Resteverwertung. Der Brasilianer Nene war seit Jahren als Starter gesetzt, aber er wird eben auch nicht jünger. Er ist der Scorer am Brett. Hinten ist er solide, mehr aber auch nicht mehr. Und dann ist da noch Drew Gooden. Der kann scoren und rebounden, wäre also eigentlich die beste Wahl, wenn er denn nicht hinten die Arbeit komplett verweigern würde. Hier müssen die Wizards also bald nachlegen, da das Trio auch nicht mehr das jüngste ist. Auch auf der Centerposition findet sich solide Erfahrung. Marcin Gortat gibt den Banger am Brett und den besten Rebounder im Team. Zudem kann er etwas mit dem Ball anfangen, wenn er ihn nah genug am Korb bekommt. Aber auch er wird nicht mehr besser werden. Nene wird auch hier aushelfen, da DeJuan Blair in der NBA nichts verloren hat.

Rating: 5/10

Orlando Magic

An Talent mangelt es den Magic nicht. Das Team ist enorm jung und hat einige vielversprechende Talente in seinen Reihen. Bisher ließ sich das aber noch nicht in Siege umwandeln. Das wird auch diese Saison eher schwierig werden. Die Entwicklung der Talente steht daher weiterhin im Vordergrund. Viel geändert hat sich in der Disney-Stadt nicht, das Management vertraut darauf, dass das Team von innen heraus wächst. Ein Veteran in der Starting Five stünde dem Team aber gar nicht schlecht zu Gesicht, da bisher ein echter Anführer fehlt. So tastet man sich weiter vorsichtig in Richtung Playoffs. Mit etwas externer Hilfe wäre der Sprung in diese alles andere als illusorisch.

Backcourt:

Die Konstanz im Kader bringt, wenig überraschend, kaum Änderungen zur Vorsaison. Auf der Eins wird Elfrid Payton starten. Der überzeugte als Rookie mit seiner Spielübersicht und seiner Defense. Leider bewahrheitete sich auch, dass er überhaupt nicht werfen kann. Diese Baustelle muss er schnellstmöglich beheben, wenn er nicht dauernd alleine stehengelassen werden will. Sein Back-Up C.J. Watson ist das genaue Gegenteil. Er ist ein sehr guter Distanzwerfer, der wenig zum Spielaufbau beiträgt. Daher darf sich auch Neuzugang Shabazz Napier Hoffnungen auf einige Minuten machen. Der junge Spielmacher bietet eine Mischung von allem, nur kann er nichts besonders gut. Payton darf sich seiner hier nicht zu sicher sein, sonst ist er seinen Job als Starter schnell los. An seiner Seite ist Victor Oladipo eindeutig gesetzt als einer der wichtigsten Spieler des Teams. Oladipo hat das Potenzial zum elitären Shooting Guard. Er ist schnell, hat Sprungkraft, trifft von außen und verteidigt. Er benötigt aber noch mehr Konstanz. Er wird bei den Magic die meisten Minuten abreißen. Auch hier wird Watson den Back-Up geben.

Rating: 4,5/10

Frontcourt:

Die Situation im Frontcourt ist sehr angenehm. Alle Positionen sind doppelt besetzt und es ist auch noch viel Luft nach oben. In ein paar Jahren könnte der Frontcourt einer der besten der Liga sein, wenn man ihn denn zusammenhalten kann. Auf dem Flügel findet sich mit Evan Fournier ein Scorer und Shooter. Der junge Franzose hat sich bisher stetig verbessert und will diese Saison so langsam die 15 Punkte pro Spiel-Marke hinter sich lassen. Das ist durchaus realistisch. Der Swingman ist etwas dürr, womit er sich defensiv angreifbar macht. Für die Bank haben sich die Magier Mario Hezonja gesichert. Der Kroate gilt als bestes europäisches Talent seit langem. Sein Ego ist dementsprechend groß. Er ist ein sehr guter Athlet und Schütze. Den Ball wird er aber nicht mehr hergeben. sobald er ihn einmal hat. Er lebt für die eigenen Punkte. Per se muss das gar nicht schlecht sein, da die Magic mit dem Punkten zuletzt ja ihre Probleme hatten. Hezonja wird dieses Jahr in die Lehre gehen und spätestens im nächsten Jahr nach größeren Aufgaben dürsten. Auf Power Forward wurde Tobias Harris mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Der Topscorer der Magic ist ein Tweener – für Power Forward zu kurz und dürr, als Small Forward nicht gut genug im Dribbling. Harris ist ein solider Rebounder, der gerne aus der Halbdistanz oder von ganz draußen wirft. Wie lange er die Rolle als Topscorer noch inne hat, ist fraglich. Hinter ihm scharren die jungen Talente schon mit den Hufen. Hinter ihm wartet mit Aaron Gordan bereits ein solches. Der Power Forward lebt aber primär für die Defense, auch wenn er auch als Scorer seinen Wert haben könnte. Er kann recht ordentlich werfen und reißt sich hinten den Arsch auf. Mit etwas Geduld könnte aus ihm ein sehr guter Starter werden.

Am Brett ist Nikola Vucevic als Center gesetzt. Der Montenegriner ist einer der besten Rebounder der Liga. Hinzu kommt, dass er sicher aus der Halbdistanz trifft und auch den ein oder anderen Wurf blockt. Auch als Verteidiger ist er mehr als ordentlich. Er bewegt sich im Dunstkreis des All Star Games. Einzig die Teambilanz verhindert seine Teilnahme. Hinter Vucevic sind die Magier sehr tief besetzt. Dewayne Dedmond, Jason Smith und Channing Frye hoffen alle auf Minuten. Dedmond bietet sich aber auf der Fünf am ehesten an. Er ist ein guter Rebounder und Scorer am Brett. Smith ist das Arbeitspferd und wird seine Minuten auf der Vier und Fünf bekommen. Frye könnte als Schütze eigentlich wertvoll sein, aber irgendwie scheint er den Sprung in die Rotation nicht mehr zu schaffen. Er könnte einem Trade zum Opfer fallen.

Rating: 6,5/10

Miami Heat

Mit kaum einer Preview bin ich letztes Jahr so auf die Schnauze geflogen wie mit der der Heat. Von mir als Mitfavorit im Osten betitelt, verpassten die Jungs aus Miami sogar gänzlich die Playoffs. Primär dürfte das aber auch die Verletzungsproblematik zu schieben sein. Mit Chris Bosh fiel der Star des Team mehr als die Hälfte der Saison aus wegen eines Blutgerinnsels in der Lunge. Bosh ist nun wieder zurück, auch sein Back-Up Josh McRoberts ist wieder mit an Bord. Zudem stießen Amar´e Stoudemire und Justise Winslow zum Team. Neben einer sehr starken Starting Five besitzen die Heat also auch eine sehr tiefe Ersatzbank. Die Meisterschaft ist das Ziel, auch wenn hierfür zu viele Fragezeichen hinter dem Team stehen. Zudem sind die Stars der Heat auch nicht mehr die jüngsten. Die Conference Finals sind aber durchaus drin.

Backcourt:

Der Co-Star und Anführer der Heat ist natürlich weiterhin Dwyane Wade. Der Shooting Guard bleibt neben Chris Bosh der wichtigste Scorer des Teams, auch wenn ihn seine Athletik immer mehr verlässt. Mit dem Alter nehmen seine Auszeiten auch immer weiter zu. Man ist es ja schon gewohnt, dass er pro Saison 10 Spiele verpasst auf Grund von Verletzungen. In Zukunft werden es wohl eher 20 Spiele sein, da noch Pausen dazukommen werden. Er lebt weiterhin von seines Drives zum Korb und seinen akrobatischen Abschlüssen. Der Wurf wird wohl niemals sicher werden. Dabei wäre das im Alter so wertvoll, damit er nicht immer ins Getümmel unterm Korb muss. Als Back-Up wartet auf der Bank mit Gerald Green ein weiterer athletischer Scorer. Green lag aber zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Zeilen im Krankenhaus (Grund unklar). Hier ist also fraglich, ob und wann er wieder zum Team stößt. In der Zwischenzeit wird er von Tyler Johnson vertreten, der auch gerne draufhält. Als Point Guard startet der Slowene Goran Dragic. Ein volles Trainingslager mit dem Team sollte ihm helfen, seine Rolle besser zu finden. Er soll den Ball schnell machen, Dreier treffen und sicher passen. Das kann er alles. Er passt gut zu Wade als Shooting Guard. Hinter ihm findet sich mit Mario Chalmers eines der Urgesteine der Heat. Nur ist er nicht mehr sonderlich erwünscht am South Beach. Er ist ein akzeptabler Schütze mit wackligem Aufbauspiel. Besserer Ersatz findet sich jedoch nicht im Kader.

Rating: 7/10

Frontcourt:

Die beste Nachricht direkt vorneweg: Chris Bosh ist zurück und auch wieder vollkommen gesund. Ohne den Power Forward implodierten die Playoff-Hoffnungen in Florida vollends, auch wenn es mit ihm auch nicht wirklich rund lief. Der Vierer bringt sein gewohntes Paket aus Distanzwurf und Drive zum Korb. Er muss wieder zur ersten Option des Teams werden und das Scoring schultern. Auch auf den Bank befindet sich ein Rekonvaleszent. Josh McRoberts fehlte sogar noch länger als Bosh und soll diesem nun wieder Verschnaufpausen verschaffen. McRoberts ist ebenfalls ein guter Schütze und brilliert als Passgeber. Fraglich ist jedoch, wie fit er ist. Im Notfall kommt hier Udonis Haslem noch zum Einsatz, der aber eher in die Rente gehört. Auf dem Flügel hat Loul Deng den Starting Spot inne. Er muss aber ebenfalls mehr zeigen als zuletzt. Der Sudanese ist nicht so recht angekommen in Miami. Der Veteran ist eigentlich ein sicherer Schütze und Verteidiger und sollte die dritte Scoring Option sein. Das war er zwar auch, nur nicht auf dem Level, den man von ihm gewohnt ist. Sollte er weiterhin schwächeln, wartet mit Justise Winslow ein junges Talent auf der Bank, das nach Spielzeit lechzt. Mit dem 10. Pick der Draft gilt er als Steal. Er ist ein guter Athlet, der sowohl in der Defense als auch in der Offense seinen Wert hat. Primär wird er aber seinen Zug zum Korb zeigen. Der Wurf braucht noch etwas Feintuning. Zudem sind die Heat nicht ganz so abhängig von seinem Scoring.

Am Brett beginnt wieder DIE Überraschung der letzten Saison. Hassan Whiteside tauchte aus dem Nichts auf und avancierte zur Rebound- und Blockmaschine. Zudem liefert er am Brett auch einige Punkte, auch wenn er kein Scorer ist. Er ist der Defensivanker der Heat. Hinter ihm wartet mit Stoudemire ein echter Scorer, der von Verteidigung wenig hält. Er punktet direkt am Brett per Drive oder Pick and Roll. Hinter Stoudemire wartet Chris Anderson vergeblich auf Spielzeit. Der Veteran wird nur in ausgewählten Spielsituationen zum Einsatz kommen, damit er Würfe blockt und verteidigt.

Rating: 7,5/10

Charlotte Hornets

Irgendwie geht es nicht so recht voran bei den Hornets. Im letzten Jahr wähnte man sich vor Saisonbeginn bereits in den Playoffs und scheiterte. Das Management erkannte, dass dem Team Shooting fehlt und reagierte in dieser Offseason. Allerdings hat man nicht recht den Eindruck, dass das Team nun besser dasteht als zuvor. Die Hornets befinden sich im Niemandsland der NBA – Zu gut für einen hohen Pick, zu schlecht für einen echten Playoff-Run. Und in genau dieser Situation will man nicht sein. Verschlimmert wird die Gesamtsituation auch noch durch den Ausfall von Small Forward Michael Kidd-Gilchrist, auf dem viele Hoffnungen ruhten und der wohl die gesamte Saison verpassen wird wegen einer Schulterverletzung. Die grundsätzliche Spielidee bleibt bestehen: vorne soll der Ball zu Al Jefferson ans Brett, hinten wird der Laden dicht gemacht. Offensiv sollen die neuen Schützen das ganze ansehnlicher machen. Das wird aber kaum klappen.

Backcourt:

Als Point Guard ist Kemba Walker gesetzt. Neben Center Al Jefferson er der einzige Spieler im Kader, der um die 20 Punkte pro Spiel generieren kann. Durch sein gutes Dribbling verschafft er sich immer wieder gute Chancen, nur leider trifft er diese nicht hochprozentig. Auch sein Playmaking kann sich durchaus noch verbessern. Er ist der Leader dieses Teams, muss aber mehr Arbeit investieren, um zu einem Star zu werden. Momentan ist Walker eher einer der schlechteren Starter der Liga auf seiner Position. Hinter ihm findet sich mit Jeremy Lin ein guter Ersatzmann. Auch Lin lebt eher vom Scoring als vom Passen. Der Hype um seine Person hat sich nun endgültig gelegt und er kann befreit aufspielen. Auch ihm würde etwas Arbeit am Wurf und dem Playmaking nicht schaden. Als Shooting Guard darf sich PJ Hairston in der Starting Five probieren. Er ist einer der besagten Shooter, hat aber bisher noch nicht nachweisen können, dass er in der NBA Potenzial für mehr hat. Nutzt er seine Chance nicht, steht Jeremy Lamb bereit. Der wurde endlich aus OKC befreit und man erhofft sich, dass in North Carolina endlich sein Knoten platzt. Er könnte der lange gesuchte dritte Scorer sein. Aber auch er muss sich erst noch beweisen. Die Shooting Guard Position bietet dieses Jahr also viele Möglichkeiten für ambitionierte Spieler. Ganz hinten auf der Bank finden sich Brian Roberts und Troy Daniels. Beide werden nicht viele Minuten bekommen, und das trotz der mäßigen Qualität im Backcourt.

Rating: 4/10

Frontcourt:

Auf Small Forward ist Nicolas Batum gesetzt, nachdem Kidd-Gilchrist ja die gesamte Saison ausfällt. Der Franzose gibt den Point Forward, der auch dringend nötig ist, da Walker ja nicht gerne passt. Batum ist aber ein Enigma. Theoretisch könnte er mit seiner Athletik, seinem Ballhandling und Shooting auch der Star des Teams sein – Er will nur scheinbar nicht. Batum wirft mittlerweile kaum noch und wenn, dann trifft er auch nicht mehr sicher. Die Minuten hinter Batum werden an Marvin Williams gehen. Der startet zwar auf Power Forward, der Kader gibt nach der Verletzung von Kidd-Gilchrist aber keiner weiteren Small Forward mehr her. Williams ist ein erfahrener Veteran, der sicher wirft und alles ordentlich macht, ohne irgendetwas wirklich gut zu können. Er ist dennoch der Starter auf der Vier, räumt diesen Platz aber im Laufe des Spiels dann für Cody Zeller und Frank Kaminsky. Beide sind noch jung und sollen erst in ihre Rollen hineinwachsen. Zeller war letztes Jahr bereits der Starter auf der Vier und zeigte hier ordentlich Ansätze. Er kann als Scorer aus der Halbdistanz wertvoll werden. Kaminsky soll als Back-Up wachsen. Er lebt von seinem Distanzwurf. Leider fehlt ihm jegliche Athletik. Diese Beschreibung könnte man auch für den Center-Ersatz benutzen. Spencer Hawes ist ebenfalls ein Schütze ohne Sprungkraft. Dafür reboundet er ordentlich und blockt ab und an einen Wurf. Tyler Hansbrough wird ebenfalls einige Minuten bekommen, um am Brett zu hustlen.

Rating: 5/10

Atlanta Hawks

Hand hoch, wer vor der letzten Saison gedacht hätte, dass die Hawks das beste Team im Osten sind! Kaum jemand dürfte die Falken an der Spitze erwartet haben. Das lag an einem Kader, der zwar ordentlich ist, aber eben kaum überragt. Dementsprechend wurden den Jungs aus Atlanta zwar die Playoffs zugetraut, aber auch nicht viel mehr. Und dann kam Coach Budenholzer…Er implementierte der Truppe ein Teamplay, das stark an die Spurs oder europäische Teams erinnert. Das Resultat spricht seitdem für sich selbst. Mit den Hawks ist auch dieses Jahr wieder zu rechnen, auch wenn man mit Swingman DeMarre Carroll einen wichtigen Baustein an Toronto verloren hat. Tim Hardaway und Tiago Splitter sind aber auch kein schlechter Trostpreis. Auch wenn man den Hawks dieses Jahr wieder nicht die Meisterschaft zutraut, werden sie sich in der Spitzengruppe festsetzen und zu den besten Teams im Osten gehören. Der Schlüssel bleibt weiterhin die mannschaftliche Geschlossenheit.

Backcourt:

Viel hat sich hier nicht getan. Nur Tim Hardaway Jr. stieß neu zur Truppe von den New York Knicks. Der Shooting Guard soll für Scoring und Shooting von der Bank sorgen. Nach einem vielversprechenden Start in seine Karriere stagnierten seine Leistungen zuletzt etwas. Die Hawks hoffen, dass ein Tapetenwechsel für neue Motivation sorgt. Er soll langfristig Starter Kyle Korver beerben. Dieses Jahr ist der All Star aber noch gesetzt. Zusammen mit Steph Curry streitet er sich um den Titel des besten Shooters der Liga. Der Dreier Korver´s ist tödlich und muss zu jeder Zeit respektiert werden. Er generiert defensive Aufmerksamkeit durch seine bloße Anwesenheit und bindet somit permanent einen Spieler. Hinten ist Korver leider ebenso gefährlich, nur eben für das eigene Team.

Auf Point Guard ist weiterhin Jeff Teague gesetzt. Der quirlige Spielmacher ist das Hirn hinter dem Passspiel der Hawks. Er reißt durch seine Drives Löcher in die gegnerischen Verteidigungslinien und setzt so Rotationen in Gang, bis einer seiner Mitspieler wirklich frei ist. Mittlerweile besitzt er auch einen Dreier, den er sicher anbringt, sollte er mal frei sein. In seinem Nacken spürt er mittlerweile immer mehr den Atem vom Back-Up Dennis Schröder. Der junge Deutsche macht immer mehr Druck und ihm gehört mittelfristig der Platz in der Starting Five. Bei der EM hat er einmal mehr bewiesen, dass sein Drive kaum zu stoppen ist. Sein Wurf wird ebenfalls immer besser, ist aber noch nicht gänzlich verlässlich. Was die EM aber auch aufzeigte ist, dass Schröder weiterhin Arbeit in seine Entscheidungsfindung investieren muss (und nein, ich bin nicht neidisch auf dich, Dennis). Denkbar ist auch, dass Teague und Schröder vereinzelt zusammen starten und Korver auf die Drei ausweicht. Justin Holiday und Shelvin Mack kämpfen um die verbleibenden Minuten und aktuell dürfte Holiday hier die Nase vorne haben.

Rating: 6,5/10

Frontcourt:

Der Verlust von Swingman DeMarre Carroll war schmerzhaft, kann aber durchaus aufgefangen werden. Mit Kent Bazemore und Thabo Sefolosha stehen für die Position zwei weitere Defensivspezialisten bereit. Sefolosha war vor der Saison eigentlich eh für die Rolle eingeplant, nur seine Verletzung verhinderte die Pläne. Ein Jahr später ist der Schweizer wieder fit, aber auch auf der Bank. Bazemore wird starten. Der Small Forward ist im Gegensatz zum Schweizer der bessere Scorer. Auch wenn er nicht die Physis von Carroll hat, so kann Bazemore den Verlust trotzdem gut abfedern.

Auf Power Forward ist weiterhin Paul Millsap gesetzt. Der etwas kurze Vierer ist ein großartiger Allrounder mit Range bis hinter die Dreierlinie. Auch wenn er letztes Jahr All Star war, wird er traditionell unterschätzt. Er ist der wichtigste Scorer des Teams und einer der besten Rebounder. Zudem bewegt er den Ball bereitwillig zum freien Mann. Er ist der ideale Teamspieler. Auch sein Frontcourt-Partner Al Horford verdient sich dieses Label. Er ähnelt Millsap in vielerlei Hinsicht. Auch er ist für seine Position etwas zu kurz, macht das aber durch Einsatz wett. Zudem ist er ein guter Schütze, wenn auch nicht bis hinter die Dreierlinie. Horford hat sich ebenfalls voll und ganz dem Teamgedanken verschrieben. Die Bank wurde im Vergleich zum Vorjahr verstärkt. Aus San Antonio konnte man Tiago Splitter zum Nulltarif klauen. Der Brasilianer kennt das Teamplay schon aus Texas, zudem gibt er der Mannschaft einen echten Rimprotector. Auch als Scorer im Post er zu gebrauchen. Von der Bank gibt es durchaus schlechtere Optionen als ihn. Auf Power Forward werden sich die Mikes die Minuten teilen. Mike Scott gibt den Scorer von der Bank, während Mike Muscala eher der Mann für die kleinen Sachen ist. Beide treffen sicher von außerhalb der Zone.

Rating: 7/10

Milwaukee Bucks

Die Bucks waren letzte Saison DAS Überraschungsteam der Liga. Vor der Saison hat jeder Experte das Team im Keller der Eastern Conference vermutet. Dann fiel auch noch Top-Rookie Jabari Parker für den Rest der Saison aus. Und was machten die Bucks? Die zogen mal einfach so in die Playoffs ein. Sie setzten den Gegner mit erdrückender Defense immer unter Druck und schafften so den Sprung in die Meisterschaftsrunde. Auch dieses Jahr setzen die Hirsche auf diese Taktik, haben aber in der Offense diesmal mehr Waffen. Neben Rückkehrer Jabari Parker, der sich vom Kreuzbandriss erholt haben sollte, stieß Greg Monroe zum Team und überraschte damit die gesamte NBA. Dabei suchte sich der begehrte Big Man einfach das Team mit dem meisten Talent aus. Und davon haben die Bucks mehr als genug. Neben Parker, der das Team mal tragen soll, machte der Grieche Giannis Antetokounmpo einen riesigen Entwicklungsschritt und entwickelte sich zum athletisch einschüchternden Allrounder und Defensivterror.

Das Gerüst der Bucks steht weitestgehend, nun braucht man nur noch Geduld. Das Team wird aus sich selbst heraus wachsen und zu einem sehr guten Team im Osten werden, wenn man denn alle Spieler zusammenhalten kann. Nur einige kosmetische Änderungen könnten noch passieren (z.B. ein Shooter auf Point Guard).

Backcourt:

Im Backcourt sind die Milwaukee Bucks tief besetzt. Allerdings fehlt hier ein Spieler mit echtem Starpotenzial. Fraglich ist auch, wer von den Guards Langfristig eine Zukunft in Wisconsin hat. Keine Sorgen machen muss sich Shooting Guard Khris Middleton. Der junge Swingman bekam erst diesen Sommer einen hochdotieren Vertrag und gilt mit seiner Defense und dem Dreier als unersetzlich. Sein Ballhandling ist die größte Baustelle, die sich in Zukunft aber noch verbessern dürfte. Hinter ihm findet sich OJ Mayo ein verdienter Veteran und Scorer. Bei ihm hat trotz des Potenzials nie zum Star gereicht. Heute gibt er den wichtigsten Bankscorer. Fraglich ist nur, wie zufrieden er mit dieser Rolle ist. Auf Point Guard finden wir mit Michael Carter-Williams das größte Fragezeichen in der Starting Five. Der lange Spielgestalter ist ein guter Verteidiger und Balldieb. Leider ist er ein miserabler Schütze und auch sein Playmaking ist in Milwaukee nicht gerade besser geworden. Er erinnert aber an den jungen Jason Kidd, der ja nun mal Trainer der Bucks ist. Wer, wenn nicht er, kann den jungen Aufbau wieder in die Spur und voran bringen? Sollte er weiterhin Probleme haben, warten mit Jerryd Bayless und Greivis Vasquez zwei Veteranen auf ihre Chance. Bayless ist ein Slasher mit ordentlichem Wurf, den aber den Ball nicht wirklich verteilt, Vasquez der Vorlagengeber mit Wurf, der nicht wirklich toll verteidigt. Insgesamt ist das aber alles in allem eine solide Rotation.

Rating: 6/10

Frontcourt:

Viel mehr Talent als die Bucks kann man im Frontcourt kaum versammeln. Mit Greg Monroe holte man einen der begehrtesten der Free Agents in die Bierstadt. Dennoch ist der Center noch die unspektakulärste Personalie. Neben Monroe besetzen Antetokounmpo und Jabari Parker die Forward Spots. Parker gilt als nächster Carmelo Anthony und besetzt die Power Forward Position. Er soll in die Rolle als Topscorer der Mannschaft hineinwachsen. Das wird einige Zeit dauern, ebenso muss er defensiv noch zulegen. Antetokounmpo ist der Allrounder auf dem Flügel. Der Grieche ist ein unfassbarer Athlet, der bereits ein gute Spielintelligenz aufweist. Zudem ist er wegen seiner Größe und der langen Arme eine Pest in der Defense. Wenn er sich noch einen sicheren Wurf aneignet, dann ist er nicht mehr zu stoppen (und der Wurf wird bereits immer besser). Monroe gibt dem Team eine Präsenz am Brett und generiert dort die einfachen Punkte, wenn mal nichts läuft. Das wird bei einem so jungen Team öfters nötig sein. Monroe ist einer der besten Rebounder und Postscorer der Liga. Zudem kann er gut passen. Außerhalb der Zone schwindet aber sein Wert. Auch in der Defense ist er keine Elite.

Auf der Bank findet sich mit John Henson ein weiteres Talent. Er ist aber bereits in dem Alter, in dem er seine Leistungen langsam stabilisieren muss. Er ist ein enorm guter Shotblocker und Rebounder. Leider eben etwas unzuverlässig. Als Scorer trat er bisher noch nicht wirklich in Erscheinung. Er wird sich die Minuten mit Parker teilen. Auf Center kämpft Johnny O´Bryant um Minuten. Der Kampf wird aber mit Monroe am Brett nicht gerade einfacher. Miles Plumlee ist auf Center ein Tradekandidat. Auf dem Flügel fehlt ein wirklich brauchbarer Ersatz. Chris Copeland kann werfen. Und das nicht mal sonderlich verlässlich. Das war´s. Hier könnte z.B. ein Trade von Plumlee helfen.

Rating: 6,5/10

Indiana Pacers

Die Pacers wollen diese Saison ihrem Namen volle Ehre machen – also eine höchstmögliche Pace gehen. Das Team hat sich voll dem Smallball verschrieben und wird dementsprechend das Tempo hoch halten. Dafür ließ man David West nach San Antonio ziehen und verschenkte Roy Hibbert an die Lakers. Der Titel-Run auf mit einer traditionellen Mannschaft war grandios gescheitert. Zum einen lag das an der schweren Verletzung von Paul George, zum anderen an mentalen Problem und mangelnder Qualität. Das Team wird nun um den wieder fitten Paul George neu aufgebaut. Und wie es oft bei einem Neuaufbau ist, ist der Anfang immer schwer. So auch bei den Pacers. Zwar hat man sich die Playoffs als Ziel gesetzt, das wirkt aber wenig realistisch. Bei George alleine fangen die Fragezeichen schon an. Wie fit ist er nach der schweren Verletzung und wie kommt er damit zu Recht, dass er auf Power Forward spielen soll? Dann stellt sich die Frage, wie das ganze defensiv klappen soll. Außer Ian Mahinmi gibt es keinen echten Center mehr im Kader und der Franzose schüchtert auch niemanden ein. Es soll über das ganze Feld gepresst werden, aber außer George findet sich eigentlich kein richtig guter Verteidiger im Kader. Und der spielt eben in Zukunft außer Position. Ein ausgefeilter Plan sieht irgendwie anders aus.

Backcourt:

Aus Dallas hat sich Monta Ellis den Pacers angeschlossen. Der schnelle Shooting Guard soll in erster Linie als Scorer fungieren und George Hill beim Spielaufbau entlasten. Ellis ist wie gemacht für den Fastbreak. Allerdings war er zuletzt nicht mehr ganz auf der Höhe seines Könnens. Zu Beginn der letzten Saison trug er die Mavs im Alleingang, am Ende der Saison war er aber nur noch einer unter Vielen. Er muss dieses Jahr wieder mehr zeigen, sonst wird es auch bei den Pacers ein kurzes Engagement. George Hill ist der Point Guard des Teams, ohne echter Point Guard zu sein. Viel vom Spielaufbau wird dieses Jahr von Paul George und Monta Ellis erledigt werden. Hill soll in erster Linie den Dreierschützen geben. Die Rolle kann er perfekt ausfüllen. Zudem ist er ein ordentlicher Verteidiger. Im Gesamtpaket gehört er aber zu den schwächsten Startern auf seiner Position. Von der Bank wäre er deutlich wertvoller. Allerdings heißt die Alternative hier auch nur Rodney Stuckey. Auch der ist auf der Bank gut aufgehoben, gehört hier aber zum besseren Personal. Er ist ein wichtiger Scorer, der den Ball ebenfalls nicht wirklich bringt. Ein echter Point Guard fehlt also gänzlich im Kader. Die Drei werden die Rotation wohl unter sich ausmachen, da Joe Young wohl kaum spielen wird. Auf den jungen Shooting Guard wartet ein Lehrjahr.

Rating: 5/10

Frontcourt:

Auch beim Blick auf die großen Positionen wird den Pacers-Fans nicht sehr viel wohler werden. Zwar steht hier mit Paul George der Superstar des Teams auf der Power Forward-Position, aber darüber ist selbst er nicht wirklich glücklich. Normalerweise ist er auf dem Flügeln beheimatet und die Aussicht, in Zukunft am Brett rumprügeln zu dürfen, gefiel ihm bisher nicht sonderlich. Im Smallball kann er als Power Forward aber durchaus funktionieren. Schon als Small Forward war er schneller als die meisten seiner Gegner. Das wird sich also noch deutlich verstärken. Zudem ist er ein guter Schütze und als Ballhandler enorm wichtig. Dank seiner Größe und Fähigkeiten ist er in der Defense eh über jeden Zweifel erhaben. Seine Rolle wird also der von LeBron James in den Finals sehr ähneln. Damit er Platz für sein Spiel bekommt, steht an seiner Seite C.J. Miles. Der Swingman lebt von seinem Dreier und einer akzeptablen Defense. Mehr darf man von ihm nicht erwarten. Die Arbeit am Brett soll Ian Mahinmi erledigen. Der Franzose ist der einzige Center im Kader. Leider kann er nichts wirklich gut. Daher wird hier Jordan Hill mehr Minuten sehen. Der ist als Center zwar deutlich zu dünn, aber dadurch sehr schnell unterwegs. Somit passt er perfekt ins System. Er trifft zudem sicher aus der Halbdistanz. Nur hinten wird er auch nicht viel helfen. Er taugt aber als Rebounder. Rookie Myles Turner wird sich mit Veteran Lavoy Allen die Minuten auf der vier teilen. Turner hat durchaus Potenzial als Stretch Vierer. Er wird daher nach und nach mehr Minuten bekommen. Allen arbeitet bis dahin am Brett nach Kräften. Viel bei rumkommen wird dabei aber nicht. Auf dem Flügel will Chase Budinger wieder in die Spur finden. Der Small Forward hatte zuletzt viel mit Verletzungen zu kämpfen. Er will zeigen, dass er wieder ein guter Ersatzmann sein kann. Im fitten Zustand ist er ein guter Schütze und Athlet. Der Rest der Forwards wird keine erwähnenswerte Spielzeit bekommen.

Rating: 4,5/10